China 2030 vor USA

Der Wettlauf um die globale Ressourcenverteilung ist im vollen Gang. Während Europa noch über die Grundlagen ihrer Handelsbeziehungen mit den afrikanischen Staaten verhandelt, machen die rohstoffhungrigen Chinesen gleich Nägel mit Köpfen. Sie sichern sich mittels Tauschgeschäften den Rohstoffnachschub aus dem schwarzen Kontinent.

Ein Beispiel, das am Wochenende durch die Medien ging: Eine Gruppe chinesischer Unternehmen erhält von der Demokratischen Republik Kongo 30 Jahre lang Lieferungen von Kupfer, Kobalt und Gold.

Im Gegenzug helfen die Chinesen beim Aufbau der Infrastruktur des Landes. Sie stellen Geld für Autobahnen, Straßen, Eisenbahnlinien, Krankenhäuser und Universitäten bereit.

Ein Geschäft von dem beide Seiten profitieren. Die politische Situation im Kongo ist für die Chinesen dabei Nebensache. Und genau darin liegt (leider) ihr Vorteil gegenüber Europa. Niemand erwartet von den Chinesen (im Gegensatz zur EU) mit moralischem Zeigefinger auf Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern zu deuten. Im Hinblick auf die Situation im eigenen Land wäre dies ohnehin recht unglaubwürdig. Und ohne Moral klappt es mit den Geschäftsabschlüssen schon seit jeher schneller.

So sichern sich die Chinesen dringend benötigte Rohstoffe und ihr weiteres Wachstum, während die Konkurrenz (Europa) noch um Grundsätze ringt. Das langfristige Ergebnis dieser Entwicklung ist absehbar: Eines Tages werden China und Indien größere Wirtschaftsmächte sein als die gesamte EU. Experten gehen davon aus, dass China die USA noch vor 2030 als weltweit führende Wirtschaftsnation ablösen wird.

Der ZEW-Konjunkturindikator, das Barometer der deutschen Finanzmarktprofis ist auf den niedrigsten Stand seit Januar 1993 gesunken. Mit -37,2 Punkte wurden die Analystenprognosen von 34,0 Punkten deutlich unterschritten. Im November lag das Barometer noch bei -32,5 Zählern. Professionelle Anleger und Analysten sehen klare Risiken für das Wachstum wichtiger Industrieländer, insbesondere der Vereinigten Staaten.

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