Teile und (herrsche) verdiene! – Contergan-Skandal-Demenz

(ZDF.de): „…In Zukunft können sich Patienten in Deutschland nicht mehr darauf verlassen, dass das Bundesinstitut ihnen riskante Arzneien vom Leib hält. Denn Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will das Bundesinstitut für Arzneimittel in die Deutsche Arzneimittelagentur (DAMA) umwandeln – und die soll nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Die Ministerin spricht von einer „effizient arbeitenden Agentur“. Die Prüfungen für Medikamente, für die das BfArM bislang im Schnitt rund 17 Monate benötigte, soll die DAMA in nur sieben Monaten erledigen. „Effizient“ ist das dann vor allem für die Pharmaindustrie, denn die kann ihre Medikamente schneller und leichter auf den deutschen Markt bringen – Risiken und Nebenwirkungen trägt der Patient…“

So wie bei dem vorigen Artikel über wahnwitzige Vorstellungen der Teilprivatisierung der DB spielen sich in anderen Bereichen der bundesrepublikanischen Politik weiter Systemstörungen ab, die vernetztes Denken vermissen lassen und von Kurzsichtigkeit geprägt sind. Die Leidtragenden sind im Bereich des Gesundheitswesens die Patienten – die Bürger, die potentiellen Patienten.

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Blauer Montag der Systemstörungen

Die letzten Wochen sind wir von unglaublich belastenden Nachrichten gebeutelt worden. Das Finanzsystem durch gieriges und unverantwortliches Verhalten von Banken in Gefahr. Retten muss der Steuerzahler. Die Bahn soll privatisiert werden. Bedeutet: das Vermögen der Bürger von 185 Milliarden EURO soll an Privatinvestoren für Apel und Ei von 8,5 Milliarden verkauft werden. Dabei besteht die Angst, wir kommen nicht überall hin, weil Schienen und Verbindungen fehlen werden. Heute kommt auch noch eine unerwartete Erhöhung der Bahnpreise – ob sie berechtigt sich und ob sich das Fahren mit der Bahn noch lohnt, fragt man sich dabei wirklich. Die Bundesbahn benutzt einen Schienennetz – niemand scheint aber bei solch weit reichenden Überlegungen vernetzt zu denken.

Unabhängig davon ist ein Aspekt von großer Bedeutung. Für einen Staat als Garant der Bürgerlichen Freiheiten und der inneren Sicherheit war es schon immer ein wichtige Maxime, strategisch wichtige Unternehmen in eigener Hand zu behalten. Im Zuge der Illusion, in privater Hand wäre alles besser und vor allem wirtschaftlicher zu betreiben, werden diese Schutzmaximen des Staates zu Gunsten von Hoffnung auf mehr Geld aufgegeben. So haben wir schon die Telekom und die Post verloren.

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Haben Sie Ihr Gehirn heute schon vernachlässigt?

Drei Löffel voll Marmelade aufs Brötchen, vielleicht noch Cornflakes mit Milch und: Kaffee, Kaffee, Kaffee… – das ist bei vielen das Standardfrühstück. Klar, Kaffee in Maßen getrunken, weckt das Gehirn auf, denn er schickt mehr Sauerstoff zu den grauen Zellen, erhöht die Aufmerksamkeit und weckt das Sprachzentrum. Aber das allein kann es wohl nicht sein. Das Wichtigste, was Ihr Gehirn morgens braucht, ist Zucker, sagen Ernährungsexperten. Und zwar jenen, der langsam ins Blut geht und nicht den „falschen“, den weißen Industriezucker aus Cornflakes, Marmeladenbrötchen und Kuchenteilen. Damit wird der Tag nichts.

Spätestens um 11 Uhr kommt dann garantiert das Tief, weil Ihrem Gehirn der schnelle Zucker ausgegangen ist. Jetzt brauchen Sie dringend Nachschub, um das Konzentrationsloch zu schließen. Und wieder greifen Sie zum falschen „kleinen Frühstück zwischendurch“; also zu Cola und Schokoriegeln statt zu Obst und Vollkornprodukten.

Diese Stoffe brauchen Sie schon morgens, wenn Sie am Tag konzentriert arbeiten wollen:

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Eltern vergiften ihre Kinder – gedopt in die Schule

Im Sommer hatten wir eine große Aufregung und bei Bekenntnissen um die Toure de France allerlei moralische Erlebnisse der dritten Art erlebt. Wie viele Leute haben sich doch damals darüber aufgeregt, dass die Radprofis ihre Hochleistung mit Doping hochtreiben. Eine große Unsicherheit folgte, was eigentlich erlaubt ist und was im Sport verboten werden sollte.
Im Prinzip wurde festgestellt, dass es in einer Gesellschaft, in der nur Leistung zählt, problematisch ist, diese Leistung zu bewerten. Auf jeden Fall aber scheint es unverzichtbar zu sein, auf die alleinige Herrschaft von Leistung zu verzichten. Der Eindruck ist nachhaltig – Leistung muss wohl existentielle Ängste vermindern.

Der Konsum von Methylphenidat hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht.

Im Jahr 1993 haben die Apotheken in Deutschland ganze 34 kg von dem nur auf Betäubungsmittel-Rezept erhaltbaren Ritalin (Methylphenidat) über den Tresen an die Kunden überreicht. Innerhalb von 13 Jahren ist diese Menge auf 1221 kg angewachsen.

Ritalin und Co gegen ADHS sind längst Modedrogen an deutschen Schulen. So stieg der Verbrauch der Pillen in den letzten dreizehn Jahren um immerhin mehr als 3000 Prozent an. Und selbst Kinderpsychologen sprechen inzwischen offen von Missbrauch.

Unter dem Leistungsdruck kommen wir offenbar zu Doppelmoral. Auf der einer Seite lehnen wir aus guten Gründen Drogen ab – sie verändern das Wesen den Menschen und machen ihn letztendlich zu einem Behinderten. Auf der anderen Seite lassen wir Modedrogen schon bei Kindern durch Eltern verabreichen.

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Schützen deutsche Banken ihre Sparer?

Folgen der Immobilienkrise – Was das für Kunden bedeutet

Nun ist die Botschaft der Sorge auch bei den öffentlich rechtlichen Medien angekommen. Nachdem gestern Abend Herr Ackermann bei Frau Maischberger eine Glanzleistung im Beschwichtigen abgeliefert hatte, ist es nun auf ZDF.heute klar zu lesen, welche Fragen bei einem Bankgespräch gestellt werden sollten und welche bislang unbefriedigend beantwortet wurden. Das schlimmste dabei ist der Vertrauensverlust – wenn Sparer zuschauen müssen, welche katastrophalen Folgen die gierigen Spekulationen mancher Bankvorstände nach sich ziehen, Folgen, die der Sparer nicht bestellt und auch nicht im Vertrag unterschrieben hatte. Ich bin davon überzeugt, dass Korruption dabei nicht weit entfernt daneben steht und uns beim späteren Aufarbeiten der Krise beschäftigen wird.

Es ist dringend erforderlich, dass die Regierung aufhört, sich mit Kleinigkeiten zu verspielen und dabei (wie unten berichtet) das Grundgesetz mit aufs Spiel setzt, sondern sich mit Engagement und Ernst um die massive innere Unsicherheit kümmert, die daraus entstanden ist, dass sich immer mehr herausnehmen, die anderen über den Tisch zu ziehen.

Die laufende Entwicklung auf eine Wolfs-Gesellschaft muss gestoppt werden und wir müssen wieder zu einem verträglichen und solidarischen Gemeinwesen werden. Die destruktiven Spuren, die jede Bevorteilung, Korruption oder Ausbeutung hinterlassen, ersticken jegliche Motivation, Zukunftsorientierung und Innovationen.

Wie sehr müssen Sparer um ihr Geld fürchten?

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Ärzte unter katastrophalen Bedingungen

Diese Gesellschaft will es offenbar nicht anders – sie möchte weiter von unausgeschlafenen und unzufriedenen Ärzten behandelt werden. Weder die Verwaltungen der Krankenhäuser, die Bundesregierung oder die Krankenkassen haben Interesse daran, die ärztliche Versorgung zu verbessern Die Folge: mehr als 50% der Krankenhausärzte möchten Krankenhaus verlassen – so die Befragung des MB unter den Ärzten.

Ein Rechtsanwalt stellt eine Stunde Arbeit mit etwa 250,-€ in Rechnung, was den Kosten und Aufwand entspricht. Warum es bei den Ärzten nicht möglich ist und diese ständig durch Budgetierungen sowohl im ambulanten wie auch im Krankenhausbereich geknebelt werden ist völlig unverständlich – die Dienstleistung hat ihrem Wert. Und das Gesundheitswesen ist der größter Dienstleistungsbereich in der Bundesrepublik. Die Dienstleistung kann ohne Ärzte und ohne Pflegepersonal nicht generiert werden.

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Northern Rock und Deutsche Banken

Verängstigte Sparer von Northern Rock, einem der größten Hypothekenfinanzierer der Insel, haben begonnen, zum Teil Ihre gesamten Sparguthaben abzuräumen. Dabei haben die Kunden alleine am Freitag etwa umgerechnet 700 Millionen Euro in bar abgehoben. Am Samstag kam es zu weiteren umfangreichen Abhebungen. Im Zuge dieses Bankenansturms kam es zu wiederholten Ausschreitungen und Schlägereien vor den einzelnen Filialen. Szenen, wie man Sie zuletzt zum Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 gesehen hat.

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Indien ringt um soziale Gerechtigkeit

B. Bhattacharjee, der Ministerpräsident Westbengalens vertritt die Einsicht, dass es ohne Wirtschaftswachstum keine soziale Gerechtigkeit gibt. Firmen, die investieren wollen, profitieren von unbürokratischen Genehmigungsverfahren und Steuererleichterungen. Ein weiterer riesiger Standortvorteil: In Westbengalen ist die Stromversorgung im Vergleich zu früher besser sichergestellt. Außerdem sind die Löhne und Lebenshaltungskosten in Westbengalen noch niedrig und es gibt viele gut ausgebildete Fachkräfte.

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Greenspan beklagt mangelnde Disziplin

Brauchen wir uns noch darüber wundern, dass es in der Banken- und Finanzwelt drunter und drüber geht? Nein. Wenn schon Herr Greenspan, der Gottvater des amerikanischen Finanzkosmos, einen Mangel an Disziplin den Regierenden bescheinigt, dann ist der Leichtsinn leicht vorstellbar, mit dem bei dem letzten G8-Gipfel auf bessere Kontrolle von Hedge Fonds und ähnlichen „Geld-Verbrennungsanlagen“ verzichtet wurde. Nicht lange danach haben etliche Banken Liquiditätsprobleme bekommen, die Notenbanken mussten über 300 Milliarden USD zuschießen, damit das ganze Finanzsystem weiter laufen kann. Und die Beschwichtigungen der Regierungen haben Hochkonjunktur. Dabei geht es überall am Ende um das Geld der Steuerzahler.

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